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Zur Geschichte von Lossa

Die höchste Erhebung der "Finne" war vermutlich nur mit Wäldern bedeckt. Daher spricht die Lage des Ortes Lossa auf dem Sandsteinplateau für eine jüngere Siedlung. Im Sühnevertrag der Thüringischen Grafenkriege wird es zur Herrschaft Wiehe gehörig als Vorwerk erwähnt, urkundlich belegt mit der Jahreszahl 1346 im Dresdner Archiv.

Durch den Bach wurde die Anlage des Dorfes bedingt. Lossa ist ein Reihendorf, rechts und links parallel zum Lossabach verlaufen zwei Straßen und die Häuser sind meist mit dem Giebel der Straße zugekehrt.

In Lossa stehen ca 230 Häuser.

Zur Zeit der Gründung der Freiwilligen  Feuerwehr im Jahre 1924 lebten in Lossa ca. 950 Einwohner, im Jahr 2013 sind es ca. 720 Einwohner.

 

Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Lossa 1924

Karl Bahn Rastenberger Straße
Hugo Knöbel Bahnhofstraße 7
Kurt Blässe Hauptstraße 28
Wilhelm Schreiber Hauptstraße 27
Rudolf Straubel Hauptstraße 1
Karl Schreiber Kölledaerstraße 1
Karl Schiele Kölledaerstraße 44

 

Wehrleiter 1924 bis 2013

Hans Vollmann  1924- 1935
Friedrich Rabenhold 1935- 1940
Hermann Klopfleisch  1940- 1947
Karl Bahn  1947- 1951
Otto Bahn 1951- 1988
Dieter Sauerbier  1988- 1999 
Axel Thormann  1999 

 

Historie "75" Jahre Freiwilligen Feuerwehr Lossa

aus der Festschrift von Dieter Sauerbier

 

In der Überlieferung des Ortes wird nur von wenigen Bränden oder anderen Katastrophen berichtet. Brandkatastrophen waren damals nichts Ungewöhnliches bedingt durch die Holzbauten, die Strohdächer und den Umgang mit dem offenen Feuer im Wohnbereich. Nur selten konnte alles Hab und Gut gerettet werden,da die notwendige Löschtechnik fehlte.

Im Kreisblatt vom 17. Juli 1929 wird bekannt:

"Am Abend des 02. Juli brannte die Hasenmühle bei Lossa gänzlich ab. Da der Besitzer
Voigt sein Mühlengebäude samt dem Mühlenzeuge leider nur mit 200 Talern versichert hatte , so erleidet der arme Mann durch dieses Unglück großen Schaden."

Auch als im Jahr 1887 bei der Familie Hoyer das alte Haus brannte und die Rittergutsscheune 1904 ein Flammenopfer wurde, eilten die Einwohner (auch Lehrer und Schüler) herbei, um zu löschen und zu helfen. Eine Feuerwehr im heutigen Sinne wird nicht erwähnt.

Die "Freiwillige Feuerwehr" unseres Dorfes wurde 1924 gegründet. Zu ihren Gründern gehörten Karl Bahn, Hugo Knöbel, Kurt Blässe, Wilhelm Schreiber, Rudolf Straubel, Karl Schreiber und Karl Schiele. Die erste Wehrleitung übernahm Baumeister Vollmann.

Das erste Spritzenhaus stand auf der heutigen Grünanlage zwischen Kriegerdenkmal und Kölledaer Straße. Da es viel zu klein war und nicht mehr den Anforderungen entsprach wurde 1969 von den Kameraden in Eigeninitiative das neue Gerätehaus an der Hauptstraße gebaut.

Im ersten Spritzenhaus stand der Spruch "Durch der Hände lange Kette fliegt der Eimer um die Wette" an der Wand und ein Gemälde demonstrierte die Eimerkette.

Sozusagen war der Ledereimer das erste Löschgerät. Später kam eine manuelle gezogene Handdruckspritze dazu.

Im Jahre 1932 kaufte die Gemeinde zur Verbesserung der Technik für 1300 Reichsmark eine Motorspritze. Diese muste auch von der Hand gezogen werden. Mit Beginn der DDR wurde die Ausrüstung der Feuerwehr kreislich geregelt. So bekam die Gemeinde einen neuen Tragkraftspritzenanhänger zugeteilt. Dieser konnte manuell und maschinell gezogen werden. 1971 bekam Lossa das erste Löschfahrzeug, einen gebrauchten "K30".

Ein Vorteil war, dass Löschtechnik und Einsatzkräfte zusammen transportiert werden konnten.

Eine noch größere Verbesserung kam 1978 mit einem neuen Löschfahrzeug der Marke "Robur" mit Schlauchhänger und für die damaligen Verhältnisse moderne Löschtechnik.

Am 01.07.1991 wurde die gesamten Gerätschaften, Technik und Bekleidungen vom Kreis an die Gemeinden übereignet. Somit war die Gemeinde ab diesem Zeitpunkt eigenverantwortlich für den Brandschutz in ihrem Territorium.

Die Wende stellte die Gemeinden und Feuerwehren erneut vor Probleme, denn die neuen Strukturen und Vorschriften sagten aus, dass Feuerwehrtechnik und Ausrüstung aus DDR- Beständen (TGL) langfristigt durch DIN und EN genormte Artikel ausgetauscht werden müssen.

Das hatte zur Folge, dass im Jahr 1994 die gesamte Wehr  von Kopf bis Fuß mit Einsatzkleidung ausgerüstet wurde. Diese Aktion wurde durch Spenden aus der Bevölkerung unterstützt.

Im Zuge der Umgestaltung der Feuerwehren wurde 1997 mit Fördermitteln vom Land Sachsen- Anhalt und Eigenmitteln der Gemeinde ein neues Löschfahrzeug LF 8/6 angeschafft, ein modernes Löschfahrzeug, welches den Anforderungen unseres Ortes entspricht und mit Gerätschaften für Hilfeleistungen und Verkehrsunfälle ausgerüstet ist.

Somit erfüllt die Feuerwehr Lossa mit Ausrüstung und Personal die Normen einer Feuerwehr mit Grundausstattung bestens. Erwähnt werden muß noch, daß es mit der Gründung der Jugendfeuerwehr 1958, in puncto Mitgliederstärke in der Erwachsenen Abteilung keine Probleme mehr gab.

Seit dem Brand bei Hänerts 1963 gibt es in Lossa die Frauen-Löschgruppe, der heute 20 Frauen angehören. Sie ist eine aktive Abteilung, denn seit Bestehen nimmt man an Bestenermittlungen im Feuerwehrsport teil.

Schönste Platzierung "Landesmeisterschaft Löschangriff 1995": 4. Platz.

Auch die Männer sind seit 1961 aktiv im Feuerwehrsport verankert. Viele Siege auf Kreis- und Bezirksebene waren der Erfolg der guten Arbeit. Auch hier ist der 3. Platz 1996 beim Landesausscheid im Löschangriff der schönste Erfolg.

Von Anfang der 60er Jahre bis Mitte der 70er Jahre gab es in der Feuerwehr eine Schalmeienkapelle, die von Musiklehrer Lappe aus Rastenberg geleitet wurde. Zirka 20 Kameraden bekannten sich zu diesem schönen Hobby, jedoch scheiterte die Kapelle, weil sich kein Musiklehrer für die weitere Anleitung fand.

Seit 1974 bis zur Wende waren ca. 20 Kameraden in den Katastrophenzug bzw. in der Brandschutzabteilung integriert, eine kreisliche Maßnahme.

Am 12.09.1991 wurde mit der Feuerwehr der Stadt Sulingen (Niedersachsen) eine Partnerschaft geschlossen, die uns nach der Wende von großem Vorteil war.

Der kleine Rückblick durch die Feuerwehrgeschichte von Lossa ist beendet. Sicher gab es mehr an Begebenheiten und Ereignissen, die es wert gewesen wären, hier Erwähnung zu finden. Aber wer von unseren Vorfahren hat schon gewusst, was uns 75 Jahre später interessieren würde. Aus Anlass des 75 jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr schaute man zurück, was mit dieser Festrift geschehen ist. Man schaut aber auch in die Zukunft.

Möge die Wehr, damals so auch heute und morgen, fester Bestandteil des dörflichen Gemeinschaftslebens sein und ihrer Verpflichtung für das Wohlergehen und die Sicherheit der Einwohner von Lossa eine erfolgreiche Entwicklung nehmen.

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